Freitag, 8. April 2011

Das Freitags-Übel…


… bei Franzinellis sieht so aus:



Denn freitags wird bei uns geputzt. Immer freitags. Jede Woche. Wir kennen Leute, die jeden Tag ein Zimmer putzen und auf diese Weise quasi auch einmal die Woche das komplette Haus geputzt haben. Ehrlich gesagt, wir würden mit einer solchen Methode jeden Tag kein Zimmer putzen. Wir hätten nämlich alle möglichen Ausreden, warum wir dieses Zimmer ebensogut morgen putzen könnten. Und dann so weiter. Deshalb putzen wir jeden Freitag alles und sind fertig und können die Angelegenheit wieder für sieben selige Tage vergessen.
Damit Sie uns nicht falsch verstehen: Wir wollen keineswegs angeben. Und einen Sauberkeitsfimmel haben wir auch nicht. Wenn Sie bei uns hereinkämen, würden Sie nicht finden, daß es aussieht wie geleckt. Vor allem donnerstags, dem Tag vor dem Putzen, würden Sie das nicht finden. Tatsächlich ist es so, daß wir freitags in der Frühe richtig schlecht gelaunt aufstehen, weil wir putzen müssen. Ist Ihnen mal aufgefallen, wieviel kostbare Zeit man wöchentlich mit dieser Tätigkeit vergeudet? Es ist elend, wirklich. Um so elender übrigens, weil einem jeden Freitag auf´s Neue klar wird, wie elend. Man könnte stattdessen werkeln. Den Gemüsegarten umgraben. Kuchen backen. Was nicht alles.
Natürlich könnte man einen Versuch machen, sich für ein paar Stunden an den Vorzügen einer frisch geputzten Wohnung zu weiden. An neuen Duschlaken im Bad, knuspriger Bettwäsche, glänzenden Fußböden. Aber das ist ja auch Schall und Rauch. Irgendeiner kommt nämlich immer angetapert, macht sich ein Brot und hinterläßt eine Spur von Krümeln und fettigen Fingertappen, noch bevor man den Schrubber in den Spind geräumt hat.
Doch wir wollen das lästige Thema jetzt in die hintersten Winkel unserer Gehirne verbannen. Die Sonne scheint und der Garten wartet. Falls Sie noch putzen müssen, tut uns das leid. Wir sind jetzt fertig für die näxten sieben Tage.

Und außerdem:

Heute kam ein dikkes Paket und darin viele Kilo Saatkartoffeln aus dem Biogartenversand. Es handelt sich um unsere absolute Lieblingssorte "Annabell", die Pap Franzinelli im Mai pflanzen wird, damit wir Anfang Juli, sofern Petrus mitspielt, mit unserem Körbchen in der einen und der Grabegabel in der anderen Hand in den Garten trotten und unser Abendessen einsammeln dürfen. Die Saatkartoffeln müssen allerdings erst vorgekeimt werden und dann ist es ja noch ewig hin bis zur Ernte, deshalb…


… fanden wir die Promo-Karte des Verkäufers besonders erfreulich. Wir werden sie in der Küche aufhängen, das erhöht die Vorfreude.

Bevor wir endgültig nach draußen abzischen, müssen wir Ihnen noch schnell eine selbstgebastelte Bauernregel unseres alten Bekannten Jupp auf das Pflanzen von Erdäpfeln vorstellen. Sie lautet:

Leg die Kartoffel im April /
kommt se wann se will
Leg se im Mai /
kommt se glei´

Reim Dich, oder ich freß Dich. Trotzdem wahr.

Kommentare:

  1. Wauw,...Kartoffeln aus dem eigenen Garten..mmmmmmm...lekker lekker
    ..das mit dem Putzen ist ja ziemlich schlau,...hier ist heute der Fensterputztag gewesen..ich erfreu mich jetzt an Durchsicht ;O)
    Schönes Wochenende euch!
    Groetjes,
    Maren

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  2. An dieser Stelle frage ich mich immer:
    Kann ein Haushalt pazifistisch sein?
    Spätestens am Montag wird der *ganzBodenständige* Haushalt mir wieder den 'Krieg' erklären. Tja, Hausarbeit kann schön sein muss aber nicht *gacker*
    .....und ich liebe Kartoffeln, es lassen sich so herrliche Gerichte draus zaubern. mmhm*
    Dann genießt mal schön den frischen Haushalt! :)
    schönet WE!
    Beste Grüße Sabine!

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